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Josef Kranzl - der österreichische unentdeckte Enzo Ferrari
 

Ein Mann verwirklicht seine Träume, und nichts hält ihn dabei auf. Im Grunde ist Josef Kranzl ein Typ wie Ettore Bugatti oder Enzo Ferrari. Bloß hatte er das verdammte Pech, zur falschen Zeit und am verkehrten Ort zur Welt zu kommen. Amstetten Ist eben kein guter Boden für Sportwagen-Konstrukteure. Eine Story zwischen Genie und Wahnsinn.   

“I bin a Spinner.” Josef „Joe“ Kranzl kommt dieses Bekenntnis ziemlich leicht und routiniert von den Lippen, und es hört sich kein bisschen verschämt an. Er sagt es wie einer, der es längst gewohnt ist, für verrückt gehalten zu werden. Es macht ihm nichts mehr aus. Außerdem erspart so was langatmige Erklärungen. Es ist sowieso aussichtslos, dass je einer begreift was Josef Kranzl bewegt. Er hat es auch schon aufgegeben, unvorbereiteten Menschen von seiner Leidenschaft zu erzählen. Die glauben es ja doch nicht. Die Geschichte ist auch nicht leicht zu packen. Was. würden Sie von einem Typen halten, der Ihnen erzählt, dass er sich seine Traumautos selber schnitzt? Er würde Ihnen etwa von einer kühnen Konstruktion auf Lamborghini-Basis berichten, mit selbst entworfener und gebauter Polyester-Karosserie und einem in Eigenregie auf 280 PS frisierten Motor, und dass die Scheinwerfer in der Dämmerung automatisch ausfahren. Oder davon, dass er eben an einem Lamborghini Countach Maß genommen habt, den er in der nächsten Zeit nach seinem Geschmack ausformen wird, und dass er gedenke, den Boliden mit einem 12-Zylinder-Motor von BMW auszustatten (500 PS, nach der Frisur), und mit selbstgebastelten, superbreiten Felgen. Dann würde er vielleicht noch erwähnen, dass er für seinen zwölfjährigen Neffen unlängst ein Go-Kart gebaut hat, das aussieht wie das 1:2 Modell eines Formel 1 Rennwagens von Ferrari – mit einem 60 PS Motorradmotor im Heck und einem 6-Gang-Getriebe, das sich auf Knopfdruck vom Lenkrad aus schalten lässt.   

Solche Geschichten kann man einfach nicht ohne weiteres erzählen. Schon gar nicht, wenn man in der Gegend von Amstetten lebt und als Stellwerksaufseher bei der Bundesbahn arbeitet. Die Leute würden doch nur Bahnhof verstehen. Die Sache ist schon schwer genug zu kapieren, wenn man mit eigenen Augen sieht, dass alles wahr ist. Keine Silbe erfunden. Da ist diese unglaubliche Werkstatt in einem verschlafenen Vorort von Amstetten: von außen sieht sie aus wie einer dieser Bungalows, bei denen es nimmer zum Verputz gereicht hat. Ist aber alles Tarnung. Wer etwas genauer hinsieht, merkt ohnedies, was hier gespielt wird: keine Spur von einer Eingangstür. Dafür zwei Garagentore. Dahinter: Das Paradies des Josef Kranzl, 115 Quadratmeter, der Boden sauber verkachelt, und jede Menge Werkzeug, vom kleinsten Schraubenzieher bis zur Drehbank. Bilder von Sport- und Rennwagen an der Wand. Und, mittendrin, die Phantasiegeburten eines Bubentraums: Kranzls Variationen eines Lamborghini, der nach sieben Jahren und etwa 8.000 mühsamen Arbeitsstunden endlich so aussieht, wie er sich das vorgestellt hat. Der Rohling eines Countach, für dessen Fertigstellung er sich „die nächsten fünf Jahre“ reserviert hat. Und der irre, feuerrote Mini-Formel-1-Ferrari. „Bei dem“, schmunzelt Kranzl, „hab ich mich so richtig austoben können, weil er ja nie eine Straßenzulassung brauchen wird.“ Na ja, vielleicht ist das Ding jetzt für den Neffen doch nicht ganz das Richtige. Kranzl sind bei all der Begeisterung für die Technik und bei seinem Ehrgeiz, keine halben Sachen zu machen, die Fahrleistungen etwas zu realitätsnah geraten. Nur soviel: Das Gerät beschleunigt in knapp vier Sekunden von 0-100 km/h. Egal. „Eigentlich“ sagt Kranzl, „hab ich das Auto ja eh nur gebaut, um es gebaut zu haben.“

Am liebsten macht Josef Kranzl alles selber. Bei den Dingen, die er sich ausdenkt, kann ihm sowieso keiner folgen. Ganz zu schweigen von dem Pfusch, den Leute anrichten, die nicht mit genug Herz bei der Sache sind. Wenn Joe Kranzl etwas hasst, dann dilettantische Arbeit. Also ist er Spengler, Kunststofftechniker, Mechaniker, Elektriker, Sattler, Dreher, Schweißer, Lackierer, Schlosser und Designer in einem. Und jetzt kommt der Hammer: nichts von all dem  hat Josef Kranzl gelernt. Er ist Autodidakt, im engeren Sinne. Ein Naturtalent. Er hatte bloß das Pech, zur falschen Zeit und am verkehrten Ort zu Welt gekommen zu sein. Sonst wäre aus ihm womöglich ein berühmter Sportwagenkonstrukteur geworden, wer weiß?

„Ich war“, erinnert sich Kranzl, „schon als ganz kleiner Bub ein Narr in dieser Richtung.“ Als Dreijähriger zerlegte er Großvaters Kuckucksuhr, um sich am Zusammenspiel all der Zahnräder in ihrem Inneren zu ergötzen. Dann lüftete er die Geheimnisse sämtlicher Matador-Baukästen, auch wenn die „für meine Altersstufe immer um ungefähr fünf Nummern zu groß waren“. Kranzl war noch nicht zehn, da begannen ihn ferngesteuerte Flugzeuge zu faszinieren. Und weil das Geld nicht da war, um so ein Ding zu kaufen, hat er sich halt einen Flieger „aus dem Stegreif gebaut“, mit Motor und allem drum und Dran. Rückblickend war seine Kindheit, eigentlich sein Leben, ein einziger Versuch, „zehnmal ist´s danebengegangen, einmal hat´s funktioniert“.   

Aber dies war eben nicht Modena in Italien, sondern Amstetten in Niederösterreich, und die Eltern hatten schon bei seiner Geburt festgelegt, was aus ihm werden sollte. Josef sollte das Schuhgeschäft seines Vaters übernehmen, und Widerstand war zwecklos, „dieses Thema war bei uns immer tabu“. Kranzl erinnert sich noch mit Schrecken an ein Erlebnis in der letzten Klasse der Hauptschule. Ein Berufsberater war da, und der pries die Vorzüge einer Mechanikerlehre. Der Typ stellte kinderleichte Fragen aus der Welt der Technik, um die Grundeignung der Schüler für ihre spätere Laufbahn zu prüfen.  „Was der gefragt hat“, ärgert sich Kranzl  noch heute, „hätt` ich schon als Fünfjähriger gewusst. Ich bin fast wahnsinnig geworden vor Wut, weil der Lehrer immer gesagt hat: du nicht, Kranzl, bei dir ist eh klar, was du einmal wirst.“   

Eine Lehre als Bürokaufmann also. „Es war“, sagt Kranzl, „eine einzige Katastrophe. Die drei härtesten Jahre in meinem Leben.“ Aber kein Beton der Welt hat der Kraft eines Grashalms etwas entgegenzusetzen. Josef Kranzl spezialisierte sich in seine Freizeit darauf, die Mopeds seiner Freunde zu frisieren, und das mit derartig heiligem Eifer, „dass ich selber kaum zum Fahren gekommen bin“. Das Ende vom Lied: Josef Kranzl erwies sich in kaufmännischen Dingen als so untalentiert, dass der Vater das Schuhgeschäft am Ende verpachtete. Josef Kranzl bemühte sich um einen Job bei der Bundesbahn. „Ursprünglich  wollte ich Lokführer werden. Aber das ist daran gescheitert, dass ich keinen technischen Abschluss vorweisen konnte.“ In der höflichen Absage stand, das „zuwenig technisches Verständnis vorhanden“ sei. Manchmal hat das Schicksal wirklich komische Einfälle. Jetzt stellt Kranzl halt seit Jahren die Weichen im ÖBB-Stellwerk Ulmerfeld-Hausmening, „aber das ist natürlich auch nicht das, was mich wirklich interessiert“.   

Aus den Mopeds der frühen Tage wurden Motorräder, und dann kamen die Autos. „Mir ist es immer um die Befriedigung gegangen“, sagt Josef Kranzl, „meine Ideen durch meine Hände zu verwirklichen.“ An kreativem Input fehlte es nie, „nur kumm i mit meine zwa Händ` net weiter“. Vor ein paar Jahren konstruierte Kranzl eine elektronische Einrichtung, mit der man Autos aus der Ferne starten kann, „weil ich immer um drei Uhr früh aufstehen musste, und nicht im kalten Auto wegfahren wollte“. Das Ding funktioniert auf 400 Meter Entfernung, was die Gendarmen in Amstetten in Folge mitunter in heillose Verwirrung stürzte. Falsch geparkte Autos, die beim Versuch, ein Strafmandat an ihrer Windschutscheibe zu deponieren, vom Cafe gegenüber angestartet werden und gleichzeitig die Scheibenwischer in Marsch setzen, sind immer für ein Hoppala der Extraklasse gut. 

Unlängst hat sich Kranzl eine bestimmte Felge eingebildet. Hübsch, sagte der Experte der Gießerei, aber technisch nicht machbar. Also schritt Kranzl selbst zur Tat. Als die Felge fertig war, kaufte ihm der Mann von der Gießerei das Modell ab um einen Papenstiel. Heute macht ein britischer Zubehörhändler damit Millionenumsätze. Aber wie gesagt, das Kaufmännische liegt Josef Kranzl nicht so sehr. Er ist im Grunde zufrieden mit dem, was er hat. Hat er es nicht im Lauf der Jahre zu einer piekfeinen Werksatt und zu ein paar tollen Autos gebracht? Gut, verdient hat er keinen Schilling damit, und das Fahren mit seinen Boliden kann er auch nicht wirklich genießen, es gibt so viele Neider in der Gegend, und anecken will er nicht, auf keinen Fall. Aber darauf kommt es ja auch nicht an. 

Vor knapp einigen Jahren haben ihn die Leute eines Kölner Porsche-Rennteams vom Fleck weg engagieren wollen. Außerdem hätten sie ihm gleich zehn von den Mini-Ferraris abgekauft. Kranzl: „Die waren ziemlich aus´n Häusl.“ Aber daraus wurde nichts. Mittlerweile ist Josef Kranzl 45. Er hat eine Freundin, einen 15 jährigen Sohn und den sicheren Job bei der Bahn. Nein, nein, jetzt ist er schon zu alt für Abenteuer, „jetzt kann i nimmer weg.“ Also hat er sich gesagt, „tua i halt weiter dahinbasteln. Man kann net ollas ham.“ 

Für einen Moment lang hat Kranzl ein merkwürdiges Glitzern in den Augen. Dann sagt er: „Wenn ich noch mal 20 wäre, mit dem Wissen, das ich heute hab`...ich glaub, ich tät alles niederreißen.“ 

Ein österreichisches Schicksal.

 
FERRARIFARI - Ferrari 308 GT4 Bj. 1978, privat an privat, öS 245.000,-
(Bilder & Text Autorevue 02/1997)
Den damaligen Käufer und noch heutigen Eigentümer, finden Sie in unserer Community unter dem Alias "Mailänder".
 

Guten Morgen! Stell dir vor, du bist vierundzwanzig und hast gestern deinen ersten Ferrari gecheckt!

As lifeplays und wir uns hier zweifellos mitten im richtigen Leben befinden, gingen wir davon aus, dass Traumwagen auch Gebrauchtwagen sein können. Wir nahmen die Spur einer alarmierenden Privatanzeige in der Oktober Autorevue auf. Ferrari 308 GT4, Bj. '78, privat öS 245.000,-, Telefonnummer, abends. Rasender Puls - zu spät, der Wagen war natürlich gerade verkauft worden. Der neue Besitzer stellte sich als seriöser junger Mann heraus, der das Waldviertel digitalisiert, postmäßig, und nebenbei House Musik produziert, aber nicht die kommerzmäßige, versteht sich. Seine Ferrarilegitimation trotz Jugendlichkeit erwarb er sich durch Pflege eines soliden Grundstocks an schönen Alfas (gefestigte Zuneigung durch aktive AlfaKlub-Mitgliedschaft).

Der Wagen ist offensichtlich ein Idealkauf, abgesehen von ein paar kosmetischen Unpässlichkeiten, baut er auf gepflegte Substanz. Nur dass sämtliche Feuermelder in der Tiefgarage losschnarrten, als der V8 ansprang, lässt auf notwendige Feineinstellungen an den vier Vierziger Webervergasern schließen. Der Dino 308 GT4, im Jahr seines Erscheinens (1973) noch zwiespältig aufgenommen, war der erste Bertone Entwurf nach langen Pininfarina Jahren, und wahrlich können wir heute erst die schlichte, kompakte Modernität des 2+2-Sitzers richtig einschätzen: die Form hat gehalten, die feingefächerte Subtilität der gespreizten Linien hat sich entfaltet wie ein Bouquet. Bertone nahm vorweg, was wir heute Cab-Forward-Design nennen - schließlich hatte er vor der Hinterachse Rücksitze und noch einen 3-Liter-V8-Motor samt Fünfganggetriebe unterzubringen. Dahinter gibt es noch ein 188 Liter Taschenfach.

Der Dino 308 GT4 (die Ferrari Weihen bekam er 1976) kostete 1975, als er in Österreich auftauchte, 407.000 Schilling. Seine Leistungsdaten 236 PS, Vmax 250 km/h, in 6,8 sec. auf hundert. Der 308 GT4 befindet sich heute am idealen Schnittpunkt zwischen Mythos und Brauchbarkeit: Heda, Falke, ich fahr Ferrari! Aber nur wenn's keinen Streusplitt schneit.

 
Fenek und der Mega-Event seines bisherigen Lebens. Das Rennen von Le Touquet (www.dakar.com)
Den Autor dieses Berichtes, finden Sie in unserer Community unter dem Alias "Fenek".
 

Vor einigen Wochen war ich mit 2 Freunden in Mantua trainieren. Andrea Bartolini hat die Bahn eingeweiht, sie war komplett neu hergerichtet; ein sehr langer Kurs vorwiegend sandig. Leider hat die dunkle Seite der Macht zugeschlagen, in unserem Wohnwagen wurde eingebrochen, man hat mir sämtliche Dokumente gestohlen, die Mopeds waren schon 100  Meter weiter zur Abholung bereit. Zum Glück wurde das Böse gestört, der Schaden war somit begrenzt da der Bock noch da war.

Das ich mehr Hindernis als aktiver Mitmischer war wurde mir dort so richtig demonstriert. Andererseits, wer trainiert schon Anfang Feber im Ausland? Richtig, WM-Fahrer und Meisterschaftsfahrer aus aller Herren Länder. Niveau? Am Table konnte ich die Preispickerl vom Motorschutz der Sportsfreunde runterlesen, und die waren auf der Unterseite angebracht. Blutwurst.

Mein Mechaniker hat mir die 250er hergerichtet da die Kopfdichtung nicht mehr ihrem Namen gerecht wurde und den Vergaser eingestellt. Eine kleine Probefahrt hat mir die Augen ins Hirn gedrückt weil der Bock so anreißt das ich permanent nicht weiß wie ich oben bleiben soll.

Na ja, und letzte Woche Do ging es dann 1.500 km Richtung Calais, mit Bus und Wohnwagen und Mechaniker, der gerade frisch getrennt von seinem Mädel sogar bereit gewesen wäre, bis an den Lac Rose in Dakar mitzufahren.

Am Freitag Mittag angekommen versuchten wir gleich unsere Gerätschaft zur technischen Abnahme zu bringen obwohl unser Termin erst für Samstag vorgemerkt war. Gerätschaft? 1x TM 125, 1xRM 250 und meine YZ 250. Leider haben uns Hubert und seine Mannen nicht erhört, nach 3 Stunden Anstellen wurden wir auf Samstag verwiesen. Kann man halt auch nix machen.

Peter (TM) hatte seine Startnummer leider nicht erhalten und so kämpften wir vorerst verzweifelt um Freigabe Seitens A.S.O für ihn. Aline aus unserer Firma hat uns da sehr gut helfen können, die Franzosen sind und bleiben halt Chauvis.

Wurst, am Samstag, 6.45 Uhr Anstellen,. um 10.30 war das Procedere beendet. Startnummer war angebracht, der Rahmen markiert, der Helm ebenso und die offizielle Teilnahme wurde von der Organisation mittels diverser Formulare (Laufzettel) bestätigt.

Vielen Dank hier an die OSK die es nicht geschafft hat die offizielle Teilnehmerliste der A.S.O zugänglich zu machen. Ein Beschwerdebrief meinerseits folgt, denn ich zahle keine 100 Euro dafür das ich dann wie ein Depperl dort stehe und den Herrschaften erkläre, das meine FIM Lizenz und meine Int. Tageslizenz gültig sind.

Wurst, um 10.30 Uhr habe ich einen Stempel erhalten der besagt, das ich ab sofort 15 Min. Zeit habe um meine Gurke im Parc fermé abzugeben. Habe den glatten Kilometer inklusive Lulupause in 3 Minuten geschafft, leider ist mir kurz davor der Sprit ausgegangen, warum? Naja, habvergessen den "Hahn" aufzudrehen. Wurscht, Moped abgestellt, mit Nummer 338 war ich ganz vorne in derAufstellung. Habe den Hobel noch mal kurz gestreichelt und ihn dann seinen ca. 1.100 Artgenossen überlassen.

Nach einem netten Nachmittag bei ca. 7 gemessenen Windstärken habe ich das Quad-Rennen verfolgt. Dann Abendessen und früh in die Heija, man will ja fit sein. Um 11 Uhr sind wir dann ca. 4 Km ins Parc Fermé gestapft, die Leute haben uns angefeuert, in der dortigen Gazette waren sämtliche Startnummern und Namen abgedruckt, es war ein wirklich tolles Gefühl dauernd Gregooor (mein richtiger Name!) zu hören und irgendwelche unverständlichen Anfeuerungen die vielleicht auch gar keine waren....... 

Um 13 Uhr war Start, wir haben über eine Stunde am Moped sitzend aufs grüne Licht gewartet, Dramen spielten sich ab: Mitten in der Warteschlange haben sich die Fahrer gegenseitig halb angepisst und noch ein Schnellservice eingelegt, es war wie vor der Matura mit dem Wissen, in Mathe einen Zusatz zu haben, also grauenvoll. Ich war aber ganz ruhig,  Erzberg sei dank hab ich dort die Blutschwitzerei abgelegt. 

13 Uhr, Start, eine dunkelblaue Wolke aus Castrol, elf und Agip 2-Takt Gemisch legte sich über die Stadt, wir fuhren los. Es ging durch die Stadt, jeder versuchte nach vor zu kommen, es kam zu Stürzen, und vielen unschönen Aktion aus denen ich mich herausgehalten habe da ich selbst meine Ellbogen verwendete, sie waren ja geschützt.:))))) Dann, kurz vorm Strand das erste Kriterium, eine enge Einfahrt auf die ca. 6 km lange Strandgerade. Wieder Rangeln und Stauen. Dann endlich der Atlantik. Vorbei am Westwall der ab und zu noch sichtbar ist, einfach Vollgas. Zwar haben wir das Gemisch aufgefettet 1:33 jedoch ist die Angst eines Reibers da, daher immer wieder kurz vom Gas, zum Motorschmieren. Dann Le Goulet oder auch Holeshot genannt. Eine steile Auffahrt in der nur einer durchkommt. Stau, ich stelle mich mittig an und von dort an beginnend vergehen zwei meiner anstrengendsten Stunden meines Lebens:

Ich laufe auf zwei versenkte KTMs auf, nur mehr das Vorderrad war sichtbar, nach geschätzten 20 Minuten Tumult, Rangelei und Abgasdunst komme ich oben an, die YZ läuft brav, ich bin es ja auch zu ihr. Nach ein paar Metern geht mir für ein paar Sekunden das Licht aus, ich merke, mein Kreislauf verlässt mich, schnell trinke ich wasser, ich bekomme keine Luft und meine Zähne fühlen sich ölig an. Ich mache 5 Minuten Pause um wieder zu Kräften zu kommen. Dann fahre ich los, eine 5 m Breite Rinne durch Zäune begrenzt, tiefer, schwerer Sand. Fühle mich wie ein Rodeo-Reiter und, nach einigen hundert Metern ein Abwurf. Neben mir fetzen die YZ, WR, CR, und wie sie alle heißen vorbei. Ich habe Angst getroffen zu werden. Schnell kicke ich den Hobel an und fahre weiter. Dann versucht mich ein Gallier an einem Anleger außen zu überholen, ich wollte mich anlegen. Tusch. Wieder gehe ich zu boden. Der Gallier merkt plötzlich das seine Kupplungshebel-Aufnahme durch den Anprall gebrochen ist und wird ein wenig ungehalten. Schnell kicke ich an und fahre einige Meter außer Reichweite damit ich eventuell nicht Bekanntschaft mit einem AlpineStar Tech 8 mache. Ein paar Kurven weiter merke ich wie mich die Kraft im rechten Arm verlässt, eine Brustmuskelzerrung aus Mantua wird wieder akut. Kaum zu Ende gedacht....Abstieg übern Lenker. Ein Zuschauer hilft mir den Bock aufzurichten. Ich mache Pause denn irgendwie hat sich klein Gregor alles ganz anders vorgestellt. Zehn Minuten warte ich, dann zwei Zupfer und der Bock läuft. Meine Brust schmerzt und im lauwarmen Tempo mit leichten Fußerln Hantel ich mich von Gefahrenzone zu Gefahrenzone, die Streckenposten waren bei mir nicht arbeitslos.

Inzwischen überholt mich Arnaud Demsteer schon ca. zum 3. oder 4 mal, wie einen Trabi in Hockenheim. Dann, nach mir endlos scheinenden Kilometern wieder ein Nadelöhr mit hunderten Leuten. Ca. 15 Minuten warte ich ob ich oder ob ich nicht. Eine Runde war mein Ziel und das galt es auch zu erreichen. 

Nach ca. 30 Minuten Sandschlacht und Abgas-Vergiftung habe ich es geschafft, wieder bin ich total benebelt. Ich mache eine Pause und schließe mich mit einem XR650 Fahrer zusammen, gemeinsam sind wir wie Siegfried und Roy am Wegrand im Tiefsand herumgegurkt. Die Tiger waren die Zuschauer. Plötzlich ein lautes Rattern, Demesteer die 5. Dann sehe ich wieder den Strand, die Dünenpassage ist hinter mir. Der XR Fahrer und ich trennen uns. Da sehe ich meinen Freund Gerald vorbeiziehen. Wie ein Weltmeister. Leider hat sich erst im Nachhinein herausgestellt das er vor lauter Wut weil sein Bock 20 Minuten nicht angesprungen ist alles dem Moped heimzahlen wollte und für ein paar hundert Meter angeraucht hat.

Am Strand versuchte ich vor tausender Zuschauern einen halbwegs passablen Eindruck zu hinterlassen. Leider hatte ich keine Kraft mehr, somit war ich so was wie Eddy Edwards bei den Skispringern. Zum Glück wusste keiner das ich schon tausende Sahara-Kilometer am Buckel hatte sonst hätte man mich gelyncht. 

Nach einem Sprunghügel sah ich Gerald plötzlich gegen die Fahrtrichtung stehend, das Gesicht glühte. Geisterfahrer? Nein, Überschlag und keine Kraft mehr. Gemeinsam haben wir den Bock umgedreht, und ich habe für ihn gestartet. Eine kurze Recherche ergab, wir sind beide noch in der ersten Runde und fertig wie ein Schnitzel. Schnell durchs Ziel, den Transponder sekundenlang an den Empfänger haltend passierte ich die Linie, nicht das mir die Elektronik auch noch einen Strich durch die Rechnung macht. Nach ein paar hundert Metern kam dann der Abzweige ins Fahrerlager, seit 15 Minuten giest es in Strömen. Dort angekommen nahm ich den Helm ab und war am Ende. 

Nächstes Jahr? Worauf ihr einen lassen könnt. Frankreich, wir kommen...

 
Mein Weg zu Alfa Romeo oder die Geburt einer Leidenschaft!
Den Autor dieses Berichtes, finden Sie in unserer Community unter dem Alias "AlfaRomeo Tipo 159".
 

Meine Alfa-Leidenschaft begann erst im Alter von 21 Jahren. Damals, es war Winter 1988/89,sah ich beim Liewers einen weißen Scirocco der ersten Serie stehen. Als ich ein paar Tage später noch mal dorthin fuhr war dieser bereits verkauft. An seiner Stelle stand ein wunderschöner silberner Sprint QV schon mit einem 33er-Fahrwerk.Ich konnte mir zuerst unter diesem Auto nicht viel vorstellen. Doch dann erinnerte ich mich das mir mein Bruder von einem "Spring Veloce" erzählte der bei meinem Onkel in der Werkstatt stand und wie toll dieser sei. Ich ging zum Verkäufer und fragte ob ich mir dieses Auto mal ansehen dürfte. Er hatte nichts dagegen und gab mir die Schlüssel. Ich verliebte mich sofort in dieses Auto als ich es von innen sah. Alleine die schwarzen Sportsitze waren ein Wahnsinn. Kein vergleich mit den Schüsseln die ich vorher fuhr (total vergammelter Golf I Bj1974 und einen Toyota Carina Bj 1976.Der war zwar gut beisammen aber halt ein Pensionistenauto-total fad und problemlos) !

Ich bohrte meine Oma um das Geld für dieses Auto an (wusste das sie ein Sparbuch für mich hatte). Mit der Begründung das dies was ordentliches sei (hatte erst 11000km am Tacho). Geld war dann kein Problem mehr. Der Alfa wurde gekauft. Ein Arbeitskollege und ich schleppten den Sprint vom Wienerberg in den 23.Bezirk und stellten ihn in den Garten meiner Oma. Dort wurde er zu meiner Verwunderung einmal ordentlich von meinen Freunden verrissen (Eh scho wissen beim Alfa rosten scho die Klammern im Prospekt und ähnliche Scherze), denn ich hatte vom schlechten Image Alfa Romeos keine Ahnung . Dann kam noch die GTI und GSI-Fraktion dazu."Viavü Kubik hot da denn, wos nua fufzenhundert und wavü PS haha nua 105 oida do wea ma di sche schteh lossn". Solche und ähnliche Sachen hab ich mir zur genüge anhören können. Daher konnte ich den Tag kaum erwarten wo der Sprint endlich angemeldet sein würde. Ein paar Tage später war es endlich soweit. Es war ein Freitag als ich den Zulassungsschein von der Versicherung abholte, die Taferln vom Toyota auf den Alfa schraubte und ich ihn vorsichtig warm fuhr. Ich trug ihn regelrecht durch die Ketzergasse nach Liesing, die 105 PS Motorleistung flößten mir gehörig Respekt ein. Dort bog ich links ab und fuhr durch Perchtoltsdorf, Maria Enzersdorf und Mödling Richtung Weinbergstrasse und gab ihm dort zum ersten mal ordentlich Stoff. Die Beschleunigung war ein Wahnsinn. Der Sprint war so leichtfüßig und spritzig wie ich ich es mir in meinen kühnsten Träumen nicht erwartet hätte. Die Hügelkuppe zwischen Gumpoltskirchen und Pfaffstätten wurde in einem Tempo genommen welches mich in absolutes Staunen versetzte und den Sprint dort ohne Übertreibung abheben ließ. Noch dazu ging das endlich ohne Angst und Untersteuern vor sich. Als ich in Baden war besuchte ich als erstes meinen Onkel. Er arbeitete in einer Alfa-Werkstätte. Er sah sich den Sprint an und beglückwünschte mich zu diesem Auto. Am Abend traf ich mich dann mit meiner Clique, dort gingen erst mal die Hänseleien weiter. Wir verabredeten uns für den Folgenden Tag auf unserer Teststrecke. Diese war zwischen Großau und Schwarzensee. Diese Strecke war zweimal zu befahren (einmal rauf und runter). An beiden Enden wurde ein Posten mit CB-Funk aufgestellt und ein dritter wurde im Auto postiert (ebenfalls mit CB-Funk) der die Stoppuhr zu bedienen hatte und eventuell Nachrichten von denn beiden anderen zu empfangen und weiterzugeben hatte um den Fahrer vor eventuellen Einsatz der Rennleitung zu warnen. So ausgerüstet fuhr ich los und schon nach einigen Minuten sagte mir mein Zeitnehmer das ich eine sehr sehr gute Zeit fuhr. Dabei hatte ich noch nicht mal das ganze potential des Alfa ausgenutzt. Am Wendepunkt in Schwarzensee drehte ich mit einem gelungenen Handbremsturn um und lies die Cavalli erst so richtig fliegen. Als ich das Ziel erreichte und mir mein Zeitnehmer die Zeit mitteilte, blieb nicht nur mir sondern auch den Anderen der Mund offen stehen. Ich hatte sie erheblich unterboten. Natürlich wurden von einigen die Zeit angezweifelt, aber ein zweiter Versuch unterbot ich meine Zeit neuerlich, weil ich die Cavalli schon von Anfang an Fliegen ließ. Von da an hatte ich meine Ruhe. Den Lästerern war endlich das Maul gestopft, keiner verlor jemals wieder ein schlechtes Wort über Alfa Romeo.

Meine Karriere als Alfa-Fahrer ging im lauf der Zeit weiter. Nachfolger des Sprint wurde ein silberner Alfa 75 2.0 Turbodiesel mit 95 PS, dann kam ein 33 Permanent4 und vorläufiger Höhepunkt wurde im Jahr 1999 erreicht wo ich mir einen 164Q4 zulegte. Vor kurzem hab ich mir einen 75 1.8 i.E. Indy mit 37000km zugelegt. So frei nach dem Gedanken "back to the Roots"! Es war schon immer ein Traum einen 75 zu fahren und zwar einen Benziner, da der Diesel doch recht kopflastig ist und das Fahrverhalten schwerfällig war. Obwohl der TD durchaus mit gleich starken Benzinern mithalten konnte wollte ich ihn schon immer mal mit einem leichten und spritzigen "Nordmotor" kennen lernen!

Alle meine Alfa Romeos waren auf die eine oder andere weise Toll, aber eines hatten sie alle gemeinsam: das "Cuore Sportivo" ! Fahrzeuge die Emotionen wecken. Das ist Wohl etwas was kein anderes Auto jeh haben wird. Wer kennt das nicht, wenn man hundemüde sein Tagewerk vollbracht hat und ins Auto steigt. Beim umdrehen des Alfa- Schlüssel sind die Sinne plötzlich hellwach und du genießt jeden Meter mit einem dieser Autos. Du lauscht dem Klang des Motors und dem Geräusch aus dem Auspuff. Jede Faser deines Körper vibriert mit, mit den "GOOD VIBRATIONS " eines Alfas!

Mein treuer Gefährte der Toyota starb nach einigen weiteren Jahren den Rosttod und ging den Weg des alten Eisens. Ein Weg den keiner meiner Alfas antreten musste. Ich konnte alle mehr oder weniger gut verkaufen . Rost war nie ein Problem aber auch die Mechanik ist kann man durchaus als standfest bezeichnen, wenn man einige Grundregeln beachtet.

Um einen Alfa tut mir ganz besonders Leid, und zwar um meinen Sprint. Ich bereue es zu tiefst ihn verkauft zu haben. Er war von allen der der am geilsten zu fahren war. Die Leistung von 105PS,915 kg, fünf Gänge und ein niedriger Schwerpunkt waren kaum zu übertreffen außer von einem Sprint mit einem 16V Motor . Von dem Träum ich heut noch!

Abschließend sei noch gesagt, das mein Bruder bis heute niemals einen Alfa besaß, obwohl er meine Entscheidung damals maßgeblich beeinflusste und ihm der Sprint sehr gut gefiel ! Selbstverständlich durfte er das eine oder andere mal meine Alfas fahren, aber das ist eine andere Geschichte. Er fuhr lange den Nachfolger des KdF - Wagens ( Golf I +II ) und hat erst vor etwa 3 Jahren als Fahrzeug Just for Fun sich einen Jeep Wrangler gekauft, nach dem er den Versuch, sich einen Range Rover der ersten Serie zu restaurieren, wohl aufgegeben hat .

Ciao und Tanti saluti euer AlfaRomeo Tipo 159

 
Ein echter Alfista gibt nicht auf!

Den Autor und Fotograf dieses Berichtes, finden Sie in unserer Community unter dem Alias "Harleydavidson".

 

Ich überleg schon seit langer Zeit, wann ich mich mit dem Alfa-Virus infiziert habe oder wo mich die Visconti-Schlange gebissen haben könnte.... ich kann mich nicht mehr erinnern – ist schon zu lange her. Auf jeden Fall hab ich immer jedem Alfa hinterhergelechzt und gewusst – irgendwann hab ich auch einen.

Ganz extrem wurde die Sache, als sich mein Freund einen 155er 1.6 (glaub ich) kaufte. Hin und wieder durfte ich ja fahren damit, aber er hatte keine Freunde und konnte seine Klappe einfach nicht halten, da ich die Bella so fuhr, wie man einen Italiener eben fährt.... bis ich ihm eines Tages sagte, er hätte sich bei seiner Fahrweise lieber eine Scheibtruhe kaufen sollen aber keinen rassigen Italiener. So – nix mehr war mit 155er Fahren und kurz drauf hab ich ihn (net den Alfa)  zurück in den Dschungel geschickt....So, jetzt brauchte ich wirklich selber einen – nur ich spitzte auf einen 164er und einen V6 sollte er schon haben...

Nur die Finanzlange hat – dank meines Ex – nicht mitgespielt. Dann dachte ich mir, nimmst halt einen Nebenjob an und legst die Kohle auf die Seite.... gesagt – getan – der Job fand sich bei einer Tankstelle und das Trinkgeld war auch immer gut. In kürzester Zeit – fünf Monate glaub ich hatte ich ein bissi was beieinander und dachte mir – dafür sollte man schon was Anständiges kriegen. Ich wollte mir den Wagen selber schenken – zum Geburtstag am 13.5.2001.

Gefunden hatte ich dann schnell was – die Geschichte erspar ich Euch – auf jeden Fall wurde mir der Wagen zugestellt, zwar erst am 20.5.2001 (verspätetes Geburtstagsgeschenk) – aber es war trotzdem das schönste Geburtstagsgeschenk meines Lebens. Treffpunkt war das Arnold-Schwarzenegger-Stadion in Graz: Als ich den Wagen von der Autobahn runterkommen sah, trieb es mir die Tränen vor lauter Freude in die Augen: Genau so hatte ich mir meine Bella vorgestellt – schwarz – breit – tief – laut – auch die richtigen Felgen hatte er schon. Das Finanzielle war dann schnell abgewickelt und der Wagen noch schneller angemeldet.

Ich war (und bin es noch immer) wirklich stolz auf meine Bella. Bis zum 15.10.2001.... um 5.45 Uhr war ich unterwegs zur Arbeit. An einer roten Ampel fiel mir plötzlich im Rückspiegel Rauch auf – na bravo – Schock – mein Baby brannte – Hilfe Hilfe Hilfe – aus dem Kofferraum auf der linken Seite wo sich die Batterie befindet. Na ja Ihr könnt Euch sicherlich vorstellen, wie geschockt ich war – ich versuchte, mit meiner Jacke den Brand zu ersticken, natürlich keine Chance – und zum Feuerlöscher kam ich nicht dazu – der lag genau auf der brennenden Seite... es erbarmten sich jedenfalls zwei Autofahrer und löschten den Kabelbrand... Da stand ich nun – ein heulendes Häufchen Elend neben meiner Bella – sie war wirklich schwer verletzt – aber....

eine echte Alfista gibt nicht auf....

Ab zu einem Freund und der richtete die Bella um 12 Blaue wieder her. Lackieren ließ ich den Wagen bei meinem Onkel – was für ein Glück – er ist Autolackierer.

Als ich meine Bella nach drei Wochen endlich wieder unterm Hintern hatte (also frisch vom Lackierer weg) wollte ich gleich zu meiner Freundin fahren um ihr mein Baby zu präsentieren. Ich stand wieder mal bei einer roten Ampel, war grade beim Anfahren und plötzlich einen Mordskracher hinter mir – NEEEIIIIINNNN – der Landfurchenadel fuhr mir in das Heck meiner Bella – a blonde Tussn – mehr hab ich dann nicht mehr gebraucht.... – fertig war i mit der Welt – Schaden laut Gutachter ATS 25.000,-- sie schuld – Schaden notdürftig selbst repariert – danke meinen Freunden – Lackieren erst im nächsten Frühjahr....von der Abfertigung durch die Versicherung blieb sogar noch was übrig, Gott sei Dank legte ich das Geld auf die hohe Kante - tja....

eine echte Alfista gibt nicht auf.

Aber ich hatte die Rechnung ohne meine Bella gemacht. Am Montag nach dem 1. Advent im Jahr 2001 fuhr ich im ärgsten Berufsverkehr um 16.30 mit meiner Freundin am Bahnhofgürtel (wer Graz kenn, weiß, was sich da abspielt) in der Kolonne. Ich fuhr an – plötzlich zack – und mein Baby stand wie ein Bock.... kein Schwein hilft natürlich – alle hupen nur blöd. Naja – auf jeden Fall hatte ich gleich den richtigen Verdacht – Getriebeschaden.... Schaden selbst repariert – Austauschgetriebe – Lenkung neu und die Kupplung auch gleich – nochmals Danke meinen Freunden – im Frühjahr dann noch neu lackiert – super – meine Bella stand da wie neu....

eine echte Alfista gibt nicht auf....

Im Juni wollte ich dann einen Ausflug in mein heißgeliebtes Kärnten machen – alles selber durchchecken beim Auto – ist ja kein Problem für mich. Mir fiel auf dass der Zahnriemen etwas durchhängt – komisch war doch neu. Sofort ab in die Werkstatt – Ergebnis fast ATS 6.000,-- - der elektrische Spanner war kaputt.... aber

eine echte Alfista gibt nicht auf....

Bis zum 10. Februar 2003 ging dann alles gut. Die Bella lief zwar nur auf 5 Haxen (weil sie in der Werkstatt zu dämlich waren... naja darauf möchte ich gar nicht näher eingehen – es war eine Einspritzdüse).

An besagtem Tag stand ich – auf dem Weg zur Arbeit – wieder mal bei einer roten Ampel (kommt Euch das irgendwie bekannt vor? Ich werde mir angewöhnen, bei roten Ampeln einfach nicht mehr stehen zu bleiben). Auf einmal – wieder einen Mordstuscha hinter mir – a Kärntner – na bravo. Noch dazu kannte ich den Pfosten. Ich glaube der hat um sein Leben geschwitzt, denn er nahm natürlich sofort jede Schuld auf sich – meldete es noch am selben Tag bei der Versicherung und ich bekamt am selben Tag noch Bescheid, dass ich den Wagen sofort in die Werkstatt stellen kann. Natürlich tat ich das sofort – Vogl sei Dank – die Einspritzdüse wurde auch gemacht – sechs neue Kerzen bekam meine Bella auch noch und lackiert ist sie auch neu – sie steht schöner da als je zuvor.

Es hat sich ja doch ausgezahlt, dass eine echte Alfista nicht aufgibt. Meine Bella ist wirklich mein ganzer Stolz – nur hoffe ich, dass ich in Zukunft ein bissi mehr Glück mit ihr habe.

In diesem Sinne.....

Tanti saluti – Eure harleydavidson

 
Scuola Sportiva - A1 Ring 2002
Den Autor und Fotograf dieses Berichtes, finden Sie in unserer Community unter dem Alias "Leovinci".
 
Das gleich meine erste Teilname an einer Rennveranstaltung so erfolgreich werden würde, hätte ich mir in meinen kühnsten Träumen nicht erhofft.. Alfa Treffen im Mai in Aistersheim, veranstaltet vom Alfa Club Oberösterreich. Nettes Treffen, sehr viele Spider, gar keine Bertone, ein SZ, ein Sud vom Kerschbaumer Karli, und natürlich viel Neuzeitliches. Am 2. Tag eine Orientierungsfahrt ca. 200 km durch Oberösterreich, die sich gewaschen hat. Anspruchsvolle Strecke, viele viele kleine Seitengässchen die es zu nehmen galt, und Baustellen & Umleitungen, die über Nacht aufgestellt wurden, taten das übrige dazu. Na wie dem auch sei, nach einer heftigen Schlacht ( Regen Regen Regen am So) errang ich mit meiner Copilotin Babsi, ebenfalls neu beim Rallyfahren, den 2ten Platz. Als Preis wurde uns ein Basic Sportivo Lehrgang am A1 Ring überreicht. Vielen Dank an das Autohaus Werner Wurnig in Salzburg, das den Preis gestiftet hat! Aber Basic alleine ist mir zuwenig, deshalb hab ich gleich auch noch Corsa Sportivo dazugekauft, damit es ja auch wirklich Sinn macht. 

Am 23.8 um 7.30h eingetroffen, natürlich viiiel zu früh, sogar die Instruktoren sind erst später gekommen, und waren natürlich recht erstaunt, denn in Deutschland kämen die ersten erst so gegen 9h, der Rest nach dem Frühstück... Erst einmal in Ruhe alle Autos abgetappt, allein schon 5 GTA´s nebeneinander ist ein Genuss ohnegleichen!!  Nach und nach sind alle 26 Teilnehmer eingetrudelt, und nach einem Frühstück das wirklich keine Wünsche offen ließ, wurden wir von den Instruktoren Jens, Wolfgang und Stefan in das flottere autofahren eingeführt. Danach ab in die Autos. Ich bin mit meinem Sitznachbarn in einen GTA Sportwagon gestiegen, ein dunkelhaariger junger Mann, der sich als Alfa-Wahnsinniger erster Klasse erwies, ich hab Sigi im Auto gehabt. Ja genau, den Sigi. Also gleich mit dem GTA Spurgasse / Zielbremsen / Ausweichen. Haben mir echt leid getan, die GTA´s.. Danach zum 147er, auf nasser Strecke den Elch testen, anschließend Slalom. Das Sigi den Bewerb gewonnen hat, war meinem Aerodynamikpaket zu verdanken, wir haben die Seitenspiegel eingeklappt, und das hat ihm zu genau 1/100 sek. Vorsprung verholfen. Nach einem opulentem italienischen Mittagessen gab es 156er ( unserer hatte 178 km am Tacho!!) ohne ABS auf nasser Fahrbahn, Zielbremsen und Ausweichen. Zum Auflockern drehten wir ( im wahrsten Sinne des Wortes ) einige Runden auf der alten Hella S, die zur Kartbahn degradiert wurde, im 166 Skid Car, bis entweder Fahrer oder Beifahrer Jens blass wurde. Anschließend drehten wir noch ein paar Runden mit dem GTA am verkürzten A1 Ring (damit die Autos länger halten) Sigi ist ein extrem ängstlicher Beifahrer.. Da alle Autos ganz blieben ( bis auf unseren Slalom-147er, beide Seitenblinker ab..) gab es noch mal Kaffee & Kuchen, eine Abschlussrede und für jeden ein Diplom. Wirklich perfekt durchorganisiert, kaum Wartezeiten beim Gruppentauschen, tolle Autos, spannende Aufgaben, motivierte Fahrer- ein absolut geiler Tag, extrem empfehlenswert!

Euer Leovinci

 
Reini´s GTV6 3.0
Den Eigentümer dieser GTV6, finden Sie in unserer Community unter dem Alias "Reini".
 

Technische Daten:

G-Kat, Bj.83, 162 KW/221PS, imperial-blue metallic, neuer 164er Motor mit 93.5mm Mahle Kolben (10.4:1), letzte Version mit Ölkühlung für Kolbenböden, Zender Nockenwellen 284°, Kanalbearbeitung, neuer verbesserter Nockenwellenantrieb mit abgerundeten Zahnriemenflanken, neue Riemenspanner-Version ohne Hydraulik und Undichtigkeit (3.0l Spider), Motorkabelbaum, Steuergeräte, Kat und Lambda-Sonde von 75 3,0l America, Steuergeräte mit modifizierter Drehzahlbegrenzung (6820 1/min), Fächerkrümmer, komplettes Auspuffmittelteil mit/ohne Kat vorhanden, modifizierter Ansa-Endtopf mit DTM-Endrohren mittig, einstellbarer Benzindruckregler, großes Luftmengenmessergehäuse (BMW) mit orig. 75er Platine, modifizierter Luftfilterkasten mit großem Einlass von 75er, K&N Filtereinsatz, Getriebe von 3,0l America mit 11/39 Achse, 25% Sperre, und neuer Einscheibenkupplung, total überholt mit neuen Lagern, Synchronringen usw., Bodengruppe umgeschweißt für verbessertes 75er Schaltgestänge (11cm verkürzt), Schalthebel nach hinten abgewinkelt (besser erreichbar), Getriebeöltemp.-Anzeige, Bremsanlage neu überholt, neuer Hauptbremszyl., genutete Tarox Spezialbremsscheiben mit Ferrodo-Racing Belägen neu, neues Handbremsseil, neue Stahlflecksbremsleitungen Fahrwerksteile alle neu lackiert, Bielstein Dämpfer, Tieferlegung mit neuen Eibach Federn, starre Buchsen aus Kunststoff oder Alu gefertigt, Zugstrebe vorne mit starrem Kugelkopf von 105er Typen, Fahrwerk neu vermessen und eingestellt, Querlenkerstrebe zur Versteifung unterhalb der Ölwanne eingeschweißt, vorne stärkerer Stabilisator vom 75 3,0l, Räder: 8,5x17 AZEV-A außen hochglanzpoliert, vorne ET 20 mit 215/45, hinten ET 13 mit 235/40 , Umbaub auf alte Stoßstangen, unteres Heckblech und Rückleuchten vom GT, kompl. Servolenkung von Alfa 90, Momo-Corse Lenkrad mit verlängerter Nabe, Schroth Automatic-Hosenträgergurte, schwarze Innenausstattung, Recaro LX Sportsitz, Bodenteppich und Dämmung erneuert, Pedalbock vom 75er mit zurückversetzten Pedalen, tiefergesetzter Fahrersitz (Höhenverstellung entfernt), Öltemperaturanzeige, Ölkühler mit Thermostat, Umbau auf 260km/h Tacho vom 75er.

 
Markus und sein 155er
 

Ich sah denn 155 2,0 16V bei uns in Steyr beim Alfahändler stehen und verknallte mich gleich in IHN! Am 17.August 2001 war es dann so weit!! Ich kaufte ihn und war überglücklich wieder einen Alfa zu fahren. Mein erster war ein 145 1.6 Boxer - der saufte Benzin ende nie deshalb verkaufte ich ihn. Ich sagte" ich kauf nie wieder einen Alfa", aber wie heißt es, einmal Alfa immer Alfa. Also ich hatte denn 155 und begann sofort mit den Umbau! Als erstes kamen die org. Federn heraus und Eibachfedern rein. Azev Felgen für denn Sommer waren schon beim Kauf dabei! Mein zweiter Schritt war, Tuningteile für ihn zu finden, doch Fehlanzeige! Das einzige was ich fand, war die DTM Lippe, die ich auch nahm. Danach kaufte ich mir Scheinwerferblenden vom 3.BMW E 36 und fing an zu basteln. Plötzlich kam mir die Idee, alle Plastikteile im Innenraum in Wagenfarbe zu lackieren, wo ich auch dann zur Firma Königseder kam. Nach einen kurzen Plausch kam auch zum Vorschein, dass er Tuningteile selber anfertigen kann. Die HGT Seitenschweller hatte ich schon vom Novitec Händler und so konnten wir gleich anfangen. Basteln basteln und nochmals basteln. So entstand der Heckdiffuser! Am Schluss wurde der Wagen komplett lackiert samt Innenverkleidung!! 

Weiteres Zubehör & Technische Daten:

Aluhandbremshebel + Aluschaltknauf von Zender! Supersprint Auspuffanlage und Kingdragon Luftfilter! Hifi:3 Wege Systemboxen von Dragster,2x30er Dragster Woofer und 6 Kanal Endstufe auch von Dragster! Außerdem wurde die Motorsteuerung komplett überarbeitet! Motorleistung:200 PS

Bin total stolz auf meinen Alfa!! Der komplette Umbau dauerte 5 Monate! Aber wie man sieht hatte es sich ausgezahlt!!

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