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Comeback der BMW M1 Procars bei der Legends Parade 2016

29. Juni 2016 von
Comeback der BMW M1 Procars bei der Legends Parade 2016 Philip Platzer / Red Bull Content Pool

In knapp einer Woche, von 01. bis 03. Juli, steigt in der Steiermark das „Motorsport-Festival zum Anfassen“ und es macht seinem Namen alle Ehre.

Auch bei der dritten Auflage des „Formula 1 Großer Preis von Österreich“ am Red Bull Ring wird die Legends Parade zum emotionalen Highlight im Rahmenprogramm! Wenn internationale Rennsport-Idole mit den Boliden ihrer Zeit Gas geben, werden bei zigtausenden Motorsport-Fans viele Erinnerungen wach. 2016 feiert die BMW Procar- Serie in Spielberg ihr Comeback vor großem Publikum, mit klingenden Namen hinter dem Steuer. Niki Lauda, Gerhard Berger, Dieter Quester, Jochen Mass, Jos Verstappen, der seinen Sohn Max Verstappen im Cockpit mitnimmt, oder Hans-Joachim Stuck freuen sich auf den wilden Ritt mit 14 von nur 54 dieser je gebauten, reinrassigen und einzigartigen Rennautos! Tickets für das gesamte GP-Wochenende können sich Fans unter www.projekt-spielberg.com/f1tickets sichern!

Mit 470 PS auf über 300 km/h. Zwei Jahre lang, 1979 und 1980, bereicherte die BMW Procar-Serie die europäischen Formel-1- Wochenenden. Die jeweils fünf trainingsschnellsten Formel-1-Piloten lieferten sich dabei mit Tourenwagen-Spezialisten unvergessliche Rennen auf einem Drittel der jeweiligen Grand-Prix-Distanz. Technische Basis für die Procar-Serie war die Weiterentwicklung des Supercars BMW M1 zur Rennversion. Der Reihen-Sechszylindermotor mit 3,5 Litern Hubraum und vier Ventilen pro Zylinder leistete 470 PS und sorgte wegen des Gewichts von 1.020 Kilogramm und der aerodynamisch optimierten Höhe von nur 110 Zentimetern für eine Höchstgeschwindigkeit von 310 km/h. Chancengleichheit und knappe Rennverläufe waren das Ergebnis des Drehzahllimits von 8.500 Umdrehungen pro Minute und Feinheiten in der Abstimmung, die sich auf Fahrwerk und Spoiler beschränkten.

Hochkarätiges Starterfeld. Dem Gesamtsieger der Procar-Serie winkte ein Straßen-M1, dem Zweitplatzierten ein BMW 528i und dem dritten ein BMW 323i. Im hochkarätigen Teilnehmerfeld waren während des nur zweijährigen Bestehens der Serie mit Niki Lauda, Nelson Piquet, Emerson Fittipaldi, Alan Jones, Alain Prost und Mario Andretti insgesamt sechs Weltmeister am Start. 1979 holte sich Niki Lauda den Titel – gerade rechtzeitig, bevor er zum ersten Mal zurücktrat und ihm Hans-Joachim Stuck den Titel noch hätte wegschnappen können. 1980 dominierte Nelson Piquet, auf Platz 2 landete Weltmeister Alan Jones, Hans-Joachim Stuck stand als Dritter abermals am Podest. Zu Beginn der Saison 1980 verkündete BMW, als Motorenlieferant in die Formel 1 einsteigen zu wollen. Sämtliche Kapazitäten in der Motorsport-Abteilung wurden deshalb auf dieses Mammut-Projekt fokussiert, mit Erfolg: Bereits 1983 feierte Nelson Piquet im Brabham-BMW den ersten Turbo-Weltmeister-Titel der Geschichte. Mit Ende der Saison 1980 wurde die Procar-Serie eingestellt.

Erster Test mit Gerhard Berger und Dieter Quester am Red Bull Ring. Insgesamt wurden nur 453 BMW M1 gebaut, davon 54 Procars. Nicht weniger als 14 dieser seltenen Modelle können die Besucher des „Formula Großer Preis von Österreich 2016“ am Red Bull Ring in Action erleben. Am Steuer sitzen hochkarätige, internationale Motorsport-Idole. Gerhard Berger, der 1979 sein erstes Autorennen überhaupt fuhr, ist einer von ihnen. Vor seinem großen Auftritt am GP-Wochenende 2016 drehte er gemeinsam mit dem ehemaligen österreichischen F1-Piloten Dieter Quester ein paar Runden am Red Bull Ring: „Es ist die Summe an Emotionen, die mich an alten Autos im Allgemeinen und dem BMW Procar im Besonderen begeistert. Der Geruch. Der Klang. Der berühmte Reihensechszylinder im Heck: Du kriegst den Sound dein Leben lang nicht mehr aus dem Ohr, und wenn du vom Gas gehst, schießt er Flammen aus dem Auspuff“, sprudelt die Vorfreude aus dem Tiroler heraus.

14 Legenden in 14 legendären Rennautos. Die dritte Auflage der Legends Parade am Red Bull Ring verspricht besonders spektakulär zu werden, denn die Fahrer schenken einander nichts. Niki Lauda ist zum dritten Mal dabei und spart nicht mit Kampfansagen: „Diese Rennen sind eine Hetz. Da macht es ,klick!’, und alles ist wie früher. Wenn mich der Berger überholt, werd’ ich versuchen, ihn zurück zu überholen, logisch. Ich stell’ mich heute noch nicht gern hinten wo an.“ Neben Lauda, Berger und Quester vertritt heuer Sepp Manhalter die österreichische Rennfahrer-Ehre. Außerdem rufen am ersten Juli-Wochenende Hans-Joachim „Strietzel“ Stuck, Jochen Mass, Leopold Prinz von Bayern, Christian Danner, Harald Grohs (alle GER), Marc Surer, Markus Hotz (beide CH), Jan Lammers (NED) oder Johnny Cecotto (VEN) Motorsport-Geschichte in Erinnerung – und Jos Verstappen, Vater des Red Bull Racing Stars Max Verstappen!

Max Verstappen als Beifahrer bei der Legends Parade. Einer, der unbestritten Benzin im Blut hat und im wahrsten Sinne des Wortes an der Rennstrecke aufgewachsen ist, ist der jüngste Formel-1-Pilot aller Zeiten: Max Verstappen. Mitte Mai feierte der erst 18-Jährige, nach nur etwas mehr als einem Jahr in der Königsklasse des Motorsports, seinen ersten Triumph und ist damit auch der jüngste Sieger in der Geschichte der Formel 1. Ein weiteres außergewöhnliches Kapitel wird Max gemeinsam mit seinem Vater Jos, der 2003 sein letztes F1-Rennen bestritt, in knapp einer Woche bei der Legends Parade 2016 schreiben. Am Beifahrersitz heizt der Red Bull Racing Star mit seinem Vater im BMW M1 Procar über den Red Bull Ring, bevor er am 3. Juli beim „Formula 1 Großer Preis von Österreich 2016“, dem Heimrennen seines Teams, im RB12 um WM-Punkte kämpft.

Tickets für das „Motorsport-Festival zum Anfassen“. Wer Benzin inhalieren, die geballte Power der Formel 1 spüren und die Faszination Königsklasse hautnah erleben möchte, kann sich noch Tickets für eines der Motorsport-Highlights des Jahres 2016 in Österreich sichern. Eine Übersicht über alle Kategorien ist unter www.projekt-spielberg.com/f1tickets sowie in der Spielberg App zu finden. Für den Österreich-GP sind auch Einzeltagestickets erhältlich. Kurzentschlossene können sich zudem von Donnerstag, 30. Juni, bis Sonntag, 03. Juli, vor Ort an den Tageskassen Tickets zu gleichbleibenden Preisen für alle Kategorien sichern!

Legends Parade 2016 – die Piloten:

Niki Lauda. Der dreifache Formel-1-Weltmeister und heutige Mercedes-Rennchef war 1979 erster Gesamtsieger der BMW Procar-Serie mit Siegen in Monaco, Silverstone und am Hockenheimring. Eine Titelverteidigung 1980 verhinderte sein erster Rücktritt vom Rennsport.

Gerhard Berger. Der 210-fache Grand-Prix-Starter war zu Beginn seiner Karriere mit BMW in der Tourenwagen-EM unterwegs (M635 CSi). Auch seine ersten drei F1-Teams wurden von BMW-Motoren befeuert: ATS, Arrows und Benetton.

Jos Verstappen. Der Vater des jüngsten GP-Siegers der Geschichte holte in 107 Grand-Prix-Rennen zwei Podestplatzierungen und schaffte bei zwei Le-Mans-Starts einen Klassensieg. Als die BMW Procar-Serie ausgerufen wurde, war er erst sieben Jahre alt.

Dieter Quester. Der heute 77-jährige Wiener fuhr lange Strecken seiner Karriere auf BMW, vom 2002 ti über die Formel 2 bis zur DTM im M3 bis zu 24-Stunden-Rennen im Z4 Coupé. In historischen Rennen schwört er bis heute auf BMW.

Prinz Leopold von Bayern. Das legendäre Procar im Design der „Münchner Wirte“ passte perfekt zum bayerischen Prinzen. Er fuhr es übrigens nicht in der Procar-Serie, sondern gemeinsam mit Christian Danner und Peter Oberndorfer 1981 im 24-Stunden-Rennen von Le Mans.

Hans-Joachim Stuck. Der 74-fache GP-Starter lieferte Niki Lauda 1979 mit seinen Siegen in Zandvoort und Monza ein spannendes Duell um den Gesamtsieg. Seine beiden Siege in Monaco und am Norisring 1980 machen ihn hinter Nelson Piquet zu jenem Procar-Piloten mit den meisten Einzelsiegen.

Christian Danner. Der beliebte TV-Kommentator war nicht nur in der Formel 1 aktiv, er war auch der erste Deutsche, der obendrein in der Indy- Car-Serie punktete. Unvergessen seine Schlachten in der DTM auf Alfa 155 und – natürlich – BMW M3.

Marc Surer. Der Schweizer fuhr zwischen 1979 und 1986 88 Große Preise und belegte in der Saison 1980 in der Procar-Serie Platz 8, ex aequo mit Jacques Laffite. Surers damaliges Procar-Team kennen wir heute übrigens aus der Formel 1: Sauber.

Jochen Mass. 105 Grand-Prix-Starts, ein Sieg (Barcelona 1975) ein Gesamtsieg in Le Mans 1989, ein Start im Procar (Hockenheim 1979) da gleich vier Punkte geholt: 2016 steigt der gelernte Seemann aus Bayern zum zweiten Mal ein.

Johnny Cecotto. Einer von zwei Menschen, die sowohl auf zwei als auch auf vier Rädern Weltmeister wurden. Auf BMW E30 M3 wurde der Venezolaner zur blauweißen Legende. Ihm zu Ehren wurde ein eigenes auf 505 Stück limitiertes Sondermodell aufgelegt.

Jan Lammers. Der Niederländer war 1980 Teamkollege von Marc Surer bei ATS und gewann 1988 die 24 Stunden von Le Mans in einem Jaguar. Im Procar ist er mit Rang 4 in der Gesamtwertung von 1980 der erfolgreichste Niederländer der Geschichte.

Markus Hotz. Der Schweizer, der mit seinem Team Horag Racing vor allem für seine selbst konstruierten und eingesetzten Rennautos bekannt ist, war 1979 einer jener handverlesenen Privatiers, die sich mit den Formel-1-Größen maßen. Am Red Bull Ring ist er zurück in einem BMW Procar.

Sepp Manhalter. Der mehrfache österreichische Tourenwagen-Staatsmeister in den 1970er und 1980er-Jahren war stets BMW-Mann und fürchtete in der Procar-Serie als Privatmann die Stars nicht. Highlight: Platz 7 in Zolder 1979.

Harald Grohs. Der heute 72-Jährige war einst BMW-Junior und ist bis heute auf BMW im Motorsport aktiv. Mit einem BMW M1 trat der Tourenwagen- Spezialist 1985 beim 24 Stunden-Rennen von Le Mans an, fiel dort aber nach 32 Runden aus.

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